Hofbesichtigung bei Degenhardt

Der natürliche Kreislauf

Mit gutem Gewissen bestes Fleisch verarbeiten, verkaufen und empfehlen. Das ist der Anspruch aller Hackethaler. Deshalb haben wir Partner, die Tiere mit großer Verantwortung halten. Was das genau für die Tiere bedeutet, wollte die gesamte Mannschaft aus Verarbeitung und Verkauf aus erster Hand erfahren. Weil seeing bekanntlich believing ist, haben wir deshalb einen „Betriebsausflug“ der anderen Art unternommen. Unser Ziel war unser langjähriger Partner und Schweinefleischlieferant Degenhardt in Fröndenberg.

Simon Mittmann und seine Frau Imke Degenhardt-Mittmann führen ihren Hof mit Schweinezucht, Therapietieren und einer Shitakepilz-Zucht seit vielen Jahren nach klaren Vorstellungen, bei denen es vor allem darum geht, ein natürliches Gleichgewicht herzustellen. Deshalb sorgen sie mit ihren Projekten für eine Ausgewogenheit zwischen der Natur und dem Acker, auf dem sie eigenes Futter anbauen und den Tieren, die unter möglichst natürlichen Bedingungen gehalten werden. Dadurch haben sie auf ihrem Hof einen eigenen, natürlichen Kreislauf geschaffen, der voneinander profitiert. Davon wir uns selbst überzeugen.

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Gerade wenn es um die Haltung der Schweine geht, ist es uns im Hackethal wichtig, dass wir ethisch mit unseren Lieferanten in Einklang sind und die gleichen Werte teilen. Deshalb haben wir uns zuerst mit den Neuland Qualitätsstandards vertraut gemacht – dem Konzept hinter der Schweinzucht. Hierbei orientiert sich die Haltung bewusst an der traditionellen bäuerlichen Landwirtschaft: Die Tiere dürfen mehr Tier sein und die Natur liefert die nötigen Ressourcen wie Tageslicht oder das Stroh, auf dem die Schweine im Stall entspannen können.

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Der ganzjährige Auslauf an der frischen Luft hält gesund und vermeidet deshalb die Verabreichung von Medikamenten, die ins Fleisch kommen könnten. Um die Schweine vor der Schweinepest zu schützen, sind wir nicht in den geschützten Lebensraum Stall eingedrungen, sondern haben wir uns an der frischen Luft ein Bild von den Tieren gemacht. Das Fazit unserer Hackethaler: Die Tiere verhalten sich tiergerecht, sind vital und aufgeweckt. Ihre Entspannungszone an der frischen Luft ist sauber, weil die Tiere hier nicht in ihrer natürlichen Intelligenz und Reinlichkeit eingeschränkt werden. Der Nebeneffekt, der uns besonders berührt hat im Vergleich zur konventionellen Haltung: Alle Schweine haben noch ihren Ringelschwanz, weil sie nicht aus Langeweile oder Stress zur gegenseitigen Verstümmelung animiert sind.

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Wir konnten an diesem Tag alle mit eigenen Augen sehen, was uns schon immer klar und wichtig war: Diese Form der Haltung ist nicht nur gut für die Tiere, sondern wirkt sich auch auf die Fleischqualität aus. Das macht sich zuerst bei unseren Metzgern bemerkbar, die das Fleisch weiterverarbeiten und veredeln: Die Tiere können sich viel an der frischen Luft bewegen und haben deshalb eine gute Muskulatur. Ihre Muskelfasern enthalten deshalb kräftigere Eiweißverbindungen, die die Textur des Fleisches verändern. Das spüren unsere Metzger beim Verarbeiten und Verfeinern. Sie brauchen auch weniger Gewürze, weil das Fleisch viel aromatischer ist als das der Massenzucht. Aber auch du merkst es auf dem Teller. Das Fleisch bekommt einen angenehmen Biss und letztendlich wird das Mundgefühl angenehm und sorgt für den Genuss beim Essen, den wir anstreben.

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